Innovation und Nachfolge – Kommen Startups in Frage?

Am 25. Februar fand das erste KMU-Forum des Jahres 2020 statt. In Kooperation mit dem BVMW haben wir interessierte KMUs zu einem Frühstücks-Event eingeladen, um uns der Frage zu widmen,

„Innovation und Nachfolge – Kommen Startups in Frage?“

Im super-modernen Showroom des schwedischen Büromöbelherstellers Kinnarps in den Spreespeichern an der Stralauer Allee konnten wir Vertreter der Berliner und Brandenburger Metallwirtschaft und mehrere Startups begrüßen. Das Unternehmen war so freundlich, Gastgeber für unser Forum zu sein. Auch das Transfer Office der Beuth Hochschule für Technik war mit zwei Mitgliedern der Leitung vertreten.

Wieder führte Manuela Faber von der Creditreform Berlin Brandenburg Wolfram GmbH & Co. KG auf gewohnte charmante und verbindliche Art durch das Event und eröffnete das Programm mit einem kurzen Einblick in die Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand. Eine stetig steigende Anzahl, mindestens ein Viertel aller Unternehmen, ist betroffen.

Zum Einstieg in die Frage, ob Startups als Nachfolger für KMUs in Frage kommen, hat Klaus Krause von Krause3PM eine SWOT-Gegenüberstellung beider Gruppen vorgestellt. Es zeigt sich, dass beide sich sehr sinnvoll ergänzen. Operative Stabilität und Marktzugang bei den KMUs treffen auf Innovation, Internationalität und einen hohen Grad der Digitalisierung, sowohl in Produkten als auch Prozessen, bei den Startups.

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Die sehr angeregte und interessante Diskussion der Teilnehmer schließlich wurde durch einen Einblick in die Eigenfinanzierung von High-Tech-Startups angefeuert, den Joanna Czarnecka, Geschäftsführerin von Zixio Cognitive Systems uns schließlich gewährte. Ihr Unternehmen entwickelt völlig neuartige Mensch-Maschine-Kommunikationstechnologien auf anthropologischer Basis, die die gängigen KI-Lösung bereits überholen.

In der Diskussion schließlich zeigte sich, dass auf dem Weg zu Nachfolgelösungen mit Startups noch viel Vorarbeit zu leisten ist. KMUs und Startups wissen zu wenig voneinander und sind oft von vorgefassten Erwartungen geprägt.

Das Fazit dieses KMU-Forums war also, dass KMUs insbesondere die universitären Startup-Inkubatoren z.B. der Startup-Hub der Beuth Hochschule sehr frühzeitig nutzen sollten, um vertrauensvolle Kontakte aufzubauen.

Studien- und Diplomarbeiten, aber auch Patenschaften für Doktorarbeiten und Gründerteams können erste, einfache und ebenso überschaubare Schritte sein.

Wenn Sie Fragen zu diesem interessanten Thema haben oder nach Beratung und Unterstützung suchen, so zögern Sie nicht mit uns in Kontakt zu treten (info@kmu-forum.berlin).